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Computer, Grafiktablet, Monitor/Projektor 2025
Idee und Umsetzung: Niklas Zidarov

Ausstellungsorte:
2025 Reiss-Engelhorn-Museen
2026 Landesmuseum Hannover

DAS KONZEPT

An einer interaktiven Malstation ermöglicht ein Grafiktablett intuitive künstlerische Gestaltung: gemalte Striche, Farben und Formen werden in Echtzeit transformiert und erscheinen als beeindruckend realistisches digitales Gemälde in einem Bildrahmen an der Museumswand.

Dieser spielerische Zugang bietet nicht nur eine neue Art der Partizipation, sondern regt zugleich zu einem kritischen Diskurs an. In Sekunden entsteht ein “Gemälde“, wofür traditionell das Erlernen von Fertigkeiten über Jahre oder Jahrzehnte hinweg erforderlich ist. Ist das generierte Bild also Kunst – und wenn ja, warum? Was darf KI? Welche Rolle spielt handwerkliches Können in der Kunstproduktion? Durch diese experimentelle Auseinandersetzung vertieft sich der Blick auf die Ausstellung, das Werk und die Stilistik des Künstlers oder der Künstlerin -und eröffnet zugleich spannende neue Perspektiven auf das Verhältnis von Kunst, Technik und Kreativität.

BEDEUTUNG UND MEHRWERT

1. Kulturelle und pädagogische Relevanz

  • Vertiefung der Ausstellung: Die Installation schafft eine aktive Auseinandersetzung mit dem Werk und der Stilistik des Künstlers / der Künstlerin.
  • Interaktive Kunstvermittlung: Niedrigschwelliger Zugang für diverse Zielgruppen, z.B. von Schulklassen bis kunstaffinen Erwachsenen.
  • Förderung von Kreativität: Besuchende werden angeregt, sich selbst schöpferisch zu betätigen.

2. Technische und kuratorische Integration

  • Flexible Einbindung: Anpassbar an verschiedene Raumkonzepte und Ausstellungen.
  • Einfache Bedienung: Die Malstation ist intuitiv nutzbar, benötigt keine Vorkenntnisse.
  • Individualisierbarkeit: Anpassung an spezifische Künstler oder Künstlerinnen, sowie unterschiedliche Themen möglich.

3. Bindung
und Partizipation

  • Neue Zielgruppen ansprechen: Besonders jüngere und digital affine Menschen werden angesprochen.
  • Teilhabe und Social Media: Möglichkeit, digitale Kunstwerke zu teilen und somit die Reichweite des Museums zu erhöhen.
  • Längerer Aufenthalt im Museum: Die interaktive Komponente lädt ein, sich Zeit zu nehmen und vertieft die Beschäftigung mit der Ausstellung.

4. Aktualität
und Reflexion

  • Kritische Fragen zur Rolle von KI in der Kunst: Was bedeutet Kreativität im digitalen Zeitalter?
  • Museum als Innovationsort: Positionierung als zukunftsorientierte Institution, die digitale Möglichkeiten aktiv einbindet.

USER INTERFACE

TECHNISCHER AUFBAU

Vor dem Besucher / der Besucherin liegt ein Grafiktablett mit Display, auf dem er / sie mit einem digitalen Stift malen kann. Dort können auch Farben und Pinselgröße ausgewählt werden. Das entstehende Gemälde, das gerade durch die KI verwandelt wird, sieht man in Echtzeit in einem Bilderrahmen an der Wand entstehen. Die Ausgabe kann auf einem großen Monitor oder einer projizierten Fläche erfolgen – umrahmt von einem physischen Bilderrahmen. Ist es fertig, kann das Gemälde signiert und über einen QR-Code auf das eigene Handy geladen werden.

Technik/Materialien

  • Windows-Computer mit leistungsfähiger Grafikkarte und schnellem Prozessor, da alle generativen Prozesse lokal stattfinden. Internet ist an dieser Stelle nicht notwendig.
  • Grafiktablett mit eingebautem Display (z.B. XP-Pen Artist)
  • Ablagefläche in Stehhöhe für das Grafiktablett
  • Full-HD Projektor oder großer Full-HD-Monitor mit Wand-Halterung
  • Optional: Große physische Holz-Leisten als Bilder-Rahmen
    für das projizierte Bild bzw. den Monitor

KOSTEN UND RECHTE

Die Kosten, um pAInt in Ihrer Ausstellung zu verwenden setzen sich zusammen aus:

  1. Technik (siehe Abschnitt Technik)*
  2. Aufbau und Einrichtung der Malstation*
  3. Anpassung an Ausstellung bzw. Maler/-in
  4. ggf. sonstige Anpassungen nach individuellen Wünschen
  5. Lizenz für pAInt
  6. Softwarelizenz

* statt dem käuflichen Erwerb ist auch die Nutzung des Museum-Technikpools oder eine Miete denkbar

Die durch die generative KI erstellten Bilder unterliegen in pAInt keinen lizenzrechtlichen Einschränkungen. Die generierten Bilder werden lokal auf dem Rechner mit Hilfe der Opensource KI-Software Stable Diffusion erstellt, wodurch keine etwaigen Plattform-Lizenzen zu berücksichtigen sind. Auch der AI-Act von Februar 2025 limitiert die Nutzung nicht. Bei lizenzrechtlichen Bedenken z.B. gegenüber noch lebenden Malern und Malerinnen wäre das Trainieren eines eigenes KI-Modells denkbar. Die Basis hierfür wären eine Sammlung freigegebener Bilder des Museums oder des Künstlers / der Künstlerin selbst.

Haben Sie Fragen?
Kontaktieren Sie mich gerne.
✉︎ mail@niklaszidarov.de
☏ 0178/5251321