pAInt eröffnet Kunstmuseen die Möglichkeit, das Werk des ausgestellten Künstlers oder der Künstlerin auf spielerische Weise interaktiv und multimedial zu vermitteln. Inspiriert von den ausgestellten Gemälden sind die Besuchenden eingeladen, ihre Eindrücke kreativ zu verarbeiten und selbst in die Rolle der Künstlerpersönlichkeit zu schlüpfen – unterstützt durch eine generative künstliche Intelligenz.
An einer interaktiven Malstation ermöglicht ein Grafiktablett intuitive künstlerische Gestaltung: Gemalte Striche, Farben und Formen werden in Echtzeit transformiert und erscheinen als beeindruckend realistisches digitales Gemälde in einem Bildrahmen an der Museumswand.
Dieser spielerische Zugang bietet nicht nur eine neue Art der Partizipation, sondern regt zugleich zu einem kritischen Diskurs an. In Sekunden entsteht ein “Gemälde“ wofür traditionell das Erlernen von Fertigkeiten über Jahre oder Jahrzehnte hinweg erforderlich ist. Ist das generierte Bild also Kunst – und wenn ja, warum? Was darf KI? Welche Rolle spielt handwerkliches Können in der Kunstproduktion?
Durch diese experimentelle Auseinandersetzung vertieft sich der Blick auf die Ausstellung, das Werk und die Stilistik des Künstlers oder der Künstlerin -und eröffnet zugleich spannende neue Perspektiven auf das Verhältnis von Kunst, Technik und Kreativität.
Computer, Grafiktablet, Bilderrahmen 2025
Idee und Umsetzung: Niklas Zidarov
Ausstellungsorte:
2025 Reiss-Engelhorn-Museen
2026 Landesmuseum Hannover


